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Sozialprojekt/Brasilien
der Lebensmittelgewerkschaft SINDI in Vila Velha/ Espirito Santo

Vila Velha liegt im Bundesstaat Espirito Santo, ca. 510 km nördlich von Rio de Janeiro. Dort befindet sich die Lebensmittelgewerkschaft SINDI, welche ein Landlosenprojekt ausgearbeitet hat, das in den nächsten Monaten umgesetzt werden wird.


Philipp - Gabriele - Gewerkschaftspräsidentin Linda Morais

Das Verhältnis zwischen arm und reich ist in Brasilien sehr ungleich. Ein großer Teil der Bevölkerung muss mit einem Mindesteinkommen von 200 Real pro Monat (ca. 70 Euro) eine ganze Familie ernähren. Die Meisten jedoch besitzen überhaupt keine Arbeit und müssen mit dem auskommen, was auf der Strasse verkauft oder erbettelt wird. Hinzu kommt, dass auch viele Kinder zum Familieneinkommen beitragen müssen und deshalb nicht zur Schule gehen können, so besuchen nur etwa 10% der brasilianischen Kinder eine Schule. Es herrscht außerdem eine sehr ungerechte Verteilung des Landes - wenigen Reichen gehört der Großteil des Landes. Im Gegenzug gibt es sehr viele, die überhaupt nichts besitzen, die so genannten Landlosen. Sie errichten schließlich illegale Siedlungen, in denen eigene Strukturen mit eigenen Regeln herrschen. Sie hoffen darauf, dass der Staat das Land aufkauft und es ihnen überlässt. In einigen dieser Siedlungen wurden vom Staat bereits Stromleitungen für die Beleuchtung der Straßen errichtet. Den Strom für Licht in ihren Hütten zweigen sie sich von den Straßenlaternen ab.


Staubstraße im Landlosenviertel

Die Gewerkschaft SINDI bekam nun finanzielle Unterstützung vom Staat zugestanden. Damit werden 40 Familien in einem Landlosenviertel in Vila Velha beim Anbau von Lebensmitteln unterstützt, welche sie dann an die öffentliche Schule verkaufen können. Durch diese Gelder können Land, Werkzeug und Know How zur Verfügung gestellt werden. Dadurch wird den Familien genügend Einkommen zugesichert und gewährleistet, dass ihre Kinder vormittags zur Schule gehen können, und nur nachmittags den Eltern helfen.


Besuch bei Landlosen

In einigen Staaten Brasiliens läuft dieses Projekt bereits und diese Erfahrungen sind der Gewerkschaft SINDI bei der Implementierung des Projektes behilflich. Nicht reine finanzielle Hilfe benötigen die Menschen Brasiliens, sondern Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Menschen Brasiliens benötigen keine reine finanzielle Hilfe, sondern vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe